Wir haben Ana Ortega, Marketingmanagerin von Pamesa Cerámica, über die Renovierung des Fliesen Showrooms des Unternehmens interviewt.
Warum hat Pamesa Cerámica seinen Ausstellungsraum renoviert?
Kunden möchten Keramikkollektionen nicht mehr nur im Katalog sehen, sondern sich vorstellen, wie sie diese in ihre eigenen Projekte integrieren können. Genau das ist die Idee hinter der Umgestaltung des Pamesa Cerámica Showrooms. Über 3.000 m² Ausstellungsfläche wurden für die 5. Cerámica Experience renoviert.
Das Ziel war zweifach: die Präsentation neuer Kollektionen und die Schaffung eines inspirierenden Raums für Architekten, Innenarchitekten, Händler und Planer – und das das ganze Jahr über.

Die Entscheidung resultierte aus einer veränderten Art und Weise, wie das Unternehmen mit seinen Kunden interagierte. Ana Ortega, Marketingmanagerin des Unternehmens, erklärt:
„Wir wollten den Kunden auf erlebnisorientierte Weise näher an das Produkt heranführen. Wir wollten Räume schaffen, in denen der Kunde das Produkt entdecken und erleben und es in einem anderen Licht präsentieren konnte.“
Die Branche hat sich hin zu immersiveren Erlebnissen entwickelt, in denen Architekten und Innenarchitekten Inspiration, neue Anwendungsmöglichkeiten und Komplettlösungen für ihre Projekte suchen.
Daher ist der Showroom nicht mehr nur ein Schaufenster, sondern ein Arbeitsinstrument geworden, ganz im Sinne der Vision von Grupo Pamesa, 365 Tage im Jahr – über Fachmessen hinaus – moderne Räumlichkeiten anzubieten.
Vom temporären Stand zum dauerhaften Erlebnis
Die Inspiration kam aus Bologna. Auf der Cersaie 2025, der internationalen Fachmesse für Fliesen und Badezimmerausstattung, präsentierte Pamesa einen von einem Hotel inspirierten Raum, in dem Fliesen in ungewöhnliche Anwendungen integriert wurde: Möbel, Schränke, Türen, Dekorationselemente und sogar Kunstgegenstände.
Das Konzept endete jedoch nicht mit der italienischen Messe. Die Idee entwickelte sich zu „La Suite“, einer Dauerausstellung mit verschiedenen Umgebungen (Empfang, Flur, Schlafzimmer, Bar, Büro, Badezimmer, Ankleidezimmer oder Küche), die es den Besuchern ermöglicht, zu entdecken, wie fliesen in nahezu jeden Raum integriert werden kann.

Das Unternehmen hat bereits verschiedene Wohnbereiche integriert, um seinen Kunden zu veranschaulichen, wie die Fliesen in einem realen Umfeld wirkt. „Wir haben ein Haus, wir haben einen Außenbereich“, betont Ortega.
Bei der Renovierung des Fliesen-Showrooms wurde beispielsweise ein Küchenbereich hinzugefügt, den die Marke bereits auf der Casa Decor präsentiert hatte. Diese Küche wurde in den Bereich für kleinformatige Fliesen integriert und von INSCA an die neuen Gegebenheiten angepasst.
Wie man einen 3000 m² großen Flisen-Showroom mit einzigartiger Identität gestaltet
Die Gestaltung eines Showrooms dieser Größe stellte eine erhebliche Herausforderung dar. Wie konnte den verschiedenen Bereichen für die Fliesenpräsentation ein einheitliches Erscheinungsbild verliehen werden?
Ortega hebt genau diesen Aspekt als eine der größten Errungenschaften des Projekts hervor:
„Auf einer so großen Ausstellungsfläche von 3.000 Quadratmetern ist es uns gelungen, eine überzeugende visuelle und ästhetische Konsistenz zu erreichen und eine starke Markenidentität zu schaffen.“

Anders ausgedrückt: Jedes Material ist in einen realen Kontext eingebettet, sodass Besucher seine Anwendung, seinen Maßstab und seine Beziehung zu anderen Elementen im Raum verstehen können. Architektonische Lösungen wie das System faltbarer Keramiklamellen tragen dazu bei, den Bewegungsfluss zu lenken, ohne starre Trennwände zu schaffen.
So haben wir eine Kontinuität geschaffen, die es Besuchern ermöglicht, sich auf natürliche Weise von einer Atmosphäre in die andere zu bewegen.
Welche Vorteile hat Pamesa aus der Renovierung des Ausstellungsraums gezogen?

Der neue Showroom wurde mit einem ganz bestimmten Ziel geschaffen:
„Mehr Kunden zu gewinnen. Architekten, Planer und Innenarchitekten, die das Produkt und seine verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten aus nächster Nähe sehen und Pamesa als etwas Besonderes im Keramiksektor etablieren können.“
Laut Marketingmanager lassen sich die Ergebnisse in drei Hauptvorteilen zusammenfassen:
- Stärkung des Markenimages.
- Steigerung des wahrgenommenen Produktwerts.
- Umwandlung des Showrooms in ein wirkungsvolles Vertriebsinstrument.
Wichtigste technische Herausforderungen: natürliches Licht, Plattform und Gehweg
Die Integration der Plattform, der Einfall von Tageslicht und das harmonische Zusammenspiel von neuen Räumlichkeiten und dem bestehenden Showroom waren die Aspekte, die dem Pamesa-Team am wichtigsten waren.
„Die Glasfassade bereitete uns aufgrund des Tageslichts Sorgen. Letztendlich ist es uns aber gelungen, ein sehr gelungenes, offenes Erscheinungsbild zu schaffen“, betont Ortega.

In diesem Fall verfügte der Showroom über einen Bereich mit Tageslicht dank eines großen Fensters, das die Außenräume einbezog und die Gesamtwirkung des Raumes verstärkte.
Eine weitere Herausforderung bestand darin, „The Suite“ zu integrieren, ohne den bestehenden Raumfluss zu beeinträchtigen. Um dies zu lösen, entwickelten wir bei INSCA ein System aus faltbaren Keramiklamellen, die als Raumteiler dienen. Und, wie Ortega es ausdrückt: „Es wurde sehr gut integriert.“
Die Rolle von INSCA: ein Konzept in einen Showroom zu verwandeln
Nachdem das Konzept definiert war, ging es im nächsten Schritt darum, es umzusetzen. INSCA beteiligte sich an der Herstellung und Montage verschiedener, auf das Projekt zugeschnittener Ausstellungslösungen, darunter:
- Ein neuer Bereich für neue Produkte, gestaltet als kleiner, in den Ausstellungsraum integrierter Stand, inspiriert von japanischen und mediterranen Einflüssen, mit an der Wand montierten Fliesenpaneelen, die einen schnellen Musterwechsel ermöglichen.
- Ein technischer Bereich zur Präsentation von Holz mit einem gebogenen Regal für 84 Proben der Größe 600×400 mm, das über Nuten verfügt, in die die Stücke passen und so deren Halt gewährleisten.
- Ein Bereich zur Präsentation von Mosaiken, der mit einem hinterleuchteten, schrägen Regalsystem mit schwarzer Melaminbeschichtung ausgestattet ist, um sich harmonisch in den Rest der Ausstellung einzufügen.
- Katalogisierte Fliesendisplays, wie zum Beispiel das großformatige Porzellan-Steinzeugdisplay Denver, die Colorado-Version zur Lösung der Frage, wie man 100×100 cm große Wandverkleidungen präsentiert, und das klassische Londres-Modell, ein verschiebbares Fliesendisplay mit Paneel.

Würde Pamesa wieder mit INSCA zusammenarbeiten? Projektbewertung
Für Ana Ortega war die Zusammenarbeit der beiden Teams einer der herausragenden Aspekte des Projekts. „Die Arbeit mit dem INSCA-Projektteam war eine sehr positive Erfahrung. Von Anfang an verlief die Kommunikation reibungslos, und sie verstanden sehr gut, was eine Marke wie Pamesa braucht“, so die Projektmanagerin.
Dieses Verständnis erstreckte sich auf die verschiedenen Projektphasen, von der ersten Besprechung bis zur Montage. „Die technischen Zeichnungen sind sehr detailliert“ und „die vorgeschlagenen Materialien zeichnen sich durch ihre Qualität aus“, fügt Ortega hinzu.

Als wir ihn fragten, ob er etwas am Endergebnis ändern würde, ging er kaum ins Detail:
„Im Allgemeinen würde ich nichts ändern. Vielleicht würde ich einige Bereiche mit mehr Interaktionsmöglichkeiten für den Kunden verstärken, obwohl wir wissen, dass dies angesichts des Tempos der Branche kompliziert ist.“
Und auf die Frage, warum sie sich wieder für uns entscheiden würden: „Wir haben uns für INSCA entschieden, weil es Qualität, Kreativität, technisches Können und Erfahrung in ausgewogener Weise vereint. Vor allem aber wegen seiner Zugänglichkeit und der Leichtigkeit, mit der es Probleme löst.“
Ein Ausstellungsraum, der darauf ausgelegt ist, weiterhin Möglichkeiten zu generieren
Die Renovierung des Pamesa-Showrooms zeigt, wie sich Ausstellungsräume weiterentwickeln, um den neuen Anforderungen der Kundenansprache gerecht zu werden.
Die bloße Präsentation eines Katalogs genügt nicht mehr: Ziel ist es, inspirierende Erlebnisse zu schaffen, die zum Gespräch anregen und Architekten, Innenarchitekten und Händlern helfen, neue Anwendungsmöglichkeiten für das Material zu entdecken.

In einem Umfeld, in dem Veranstaltungen wie die Cerámica Experience jährlich Tausende von Fachleuten zusammenbringen, ist ein ganzjährig zugänglicher Showroom ein entscheidender Vorteil.
Denn wenn ein Raum so gestaltet ist, dass er inspiriert und Geschäftsbeziehungen fördert, ist er mehr als nur ein Ausstellungsraum – er wird zu einem echten Instrument für erfolgreiches Business.
Häufig gestellte Fragen
Wer hat den Pamesa tile showroom entworfen und gebaut?
INSCA, ein Spezialist für die Planung und Herstellung von Fliesen-Showrooms, entwickelte das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Marketingteam von Pamesa.
Was ist „La Suite“ im Pamesa-Showroom?
Es handelt sich um eine Dauerausstellung, die von einem Designhotel inspiriert ist und verschiedene Bereiche (Rezeption, Flur, Schlafzimmer, Bar, Büro, Badezimmer, Ankleidezimmer und Küche) darstellt. Sie zeigt, wie Fliesen in nahezu jedem Raum eingesetzt werden kann. Das Konzept wurde erstmals auf der Cersaie 2025 präsentiert.
Welche Vorteile hat Pamesa aus der Renovierung ihres Showrooms gezogen?
Laut Ana Ortega, Marketingleiterin bei Pamesa, bestanden die wichtigsten Vorteile in der Stärkung des Markenimages, der Steigerung des wahrgenommenen Produktwerts und einem leistungsfähigeren Vertriebsinstrument.
Welche INSCA-Katalogdisplays wurden dem Ausstellungsraum hinzugefügt?
Unter anderem das Denver-Display für großformatiges Feinsteinzeug, die Colorado-Version für 100×100 cm große Wandverkleidungen und das Londres-Modell, ein Schiebedisplay mit Paneel.
Irene Delgado